Libertät (libertas = Freiheit)

"Ständische" oder "fürstliche Libertät" (auch "teutsche Freiheit") ist ein zeitgenössischer Ausdruck für den Anspruch der Reichsstände auf eigene Herrschaftsausübung in ihren Territorien und auf zentrale Mitsprache bei allen Reichsangelegenheiten. In den Phasen der Reichsgeschichte, als die habsburgischen Kaiser ihre zentrale Herrschaft - letztlich mit militärischer Gewalt - auf Kosten der Reichsstände zu stärken versuchten, so vor allem Karl V. im Schmalkaldischen Krieg gegen die Protestanten und Ferdinand II. im Dreißigjährigen Krieg, wurde "fürstliche Libertät" zum protestantischen Kampfbegriff gegen die sogenannte "spanische Servitut" (mit der man die katholische, auch auf Spanien gestützte Macht der Habsburgerdynastie meinte). "Teutsche Freiheit" der Reichsstände galt als zentrales Kennzeichen der Reichsverfassung; Freiheitsliebe in diesem Sinne als Nationalcharakter der "Teutschen", wobei man sich auf Tacitus' "Germania" berief.

"Ständische" oder "fürstliche Libertät" (auch "teutsche Freiheit") ist ein zeitgenössischer Ausdruck für den Anspruch der Reichsstände auf eigene Herrschaftsausübung in ihren Territorien und auf zentrale Mitsprache bei allen Reichsangelegenheiten. In den Phasen der Reichsgeschichte, als die habsburgischen Kaiser ihre zentrale Herrschaft - letztlich mit militärischer Gewalt - auf Kosten der Reichsstände zu stärken versuchten, so vor allem Karl V. im Schmalkaldischen Krieg gegen die Protestanten und Ferdinand II. im Dreißigjährigen Krieg, wurde "fürstliche Libertät" zum protestantischen Kampfbegriff gegen die sogenannte "spanische Servitut" (mit der man die katholische, auch auf Spanien gestützte Macht der Habsburgerdynastie meinte). "Teutsche Freiheit" der Reichsstände galt als zentrales Kennzeichen der Reichsverfassung; Freiheitsliebe in diesem Sinne als Nationalcharakter der "Teutschen", wobei man sich auf Tacitus' "Germania" berief.